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Wer ist Leonid Blyum?

In 1992 graduierte er an der Staatlichen Universität Novosibirsk mit dem Spezialgebiet mathematische Modelle komplexer Systeme.

Danach begann er seine Forschung auf dem Bereich der Biomechanik mit dem Aufbau von Strukturmodellen und mit der Untersuchung der Abhängigkeit der Leistung des Muskel-Knochen-Systems von den variablen Parametern externer biomechanischer Einflüssen.

Im Mittelpunkt seines Interesses standen dabei die Krankheiten der Wirbelsäule (Skoliose,…) und die Fehlbildungen der peripheren Gelenke (Hüftluxation,…), sicherlich mit angeregt durch die Arbeit mit seinem Vater, der sich als Arzt auf die manuelle Behandlung solcher Probleme spezialisiert hatte.

Leonid Blyum´s Suche galt das Auffinden und die Begründung der optimalen Parameter für äußere biomechanische Anwendungen, die eine Umkehr bei verfestigten strukturellen Deformationen bewirken könnten.

Schon bald wurde ihm klar, dass erfolgreiche Forschung auf diesem Gebiet neben fundierte theoretische Arbeit auch praktische manuelle Fähigkeiten erforderte. Deshalb lernte und praktizierte er ausgiebig verschiedenste manuelle Anwendungen. Allmählich kristallisierte sich ein Kerngedanke seiner Untersuchungen heraus:
die quasi-statische manuelle Mobilisation als optimales Verfahren zur Umkehrung von Muskel-Skelett Deformationen.

Der Anstoß hierzu war seine Entdeckung dass manche ungewöhnliche Muskel-Aktivität Übereinstimmung zeigt mit dem quasi-statischen Prinzip wobei von außen zugeführte kinetische Energie in strukturgebundene innere potentielle Energie umgewandelt wird. Diese Entdeckung ermöglichte es eine Brücke zu schlagen zwischen den abstrakten Gebieten höherer Physik und nicht-linearer Geometrie und den praktischen manuellen Anwendungen.

Von 1996 bis 2000 lehrte Leonid Blyum angewandte Biomechanik und manuelle Therapie als Fortbildung für Ärzte in Moskau.

In der Zwischenzeit zeigte seine eigene praktische Arbeit recht Aufsehen erregende Erfolge und untermauerte damit die Folgerichtigkeit seiner Überlegungen.

Als nächster Schritt wurde das Augenmerk auf komplexere Probleme gelenkt, da wo allgemeine motorische Störungen und Muskel-Skelett Fehlbildungen die Folge sind von neurologischen Erkrankungen, insb. Hirnverletzungen. Hier eine bedeutende Verbesserung des Allgemeinzustands und der motorischen Funktionen herbeizuführen, erforderte einen sehr arbeitsintensiven Prozess von mehreren hundert Stunden pro Jahr. Dieses legte einen Strategiewechsel nahe und ab jetzt wurde damit angefangen die Eltern/Betreuer der Betroffenen in dieser neuen Technik zu unterrichten. Hiermit wurde der Grundstein gelegt für ABR (bis 2002 bekannt als ANR).

Leonid Blyum´s Hauptanliegen besteht darin neue Maßstäbe zu setzen auf dem Gebiet der Wiedergewinnung einer gesunden Muskel-Skelett-Struktur und der motorischen Funktionen.

Dazu ist ein radikales Umdenken notwendig mit Bezug auf der angewandten Biomechanik, da diese die Grundlage bildet für Strategien und Techniken der physikalischen Rehabilitation.

Ein Paradigmenwechsel ist unumgänglich und bildet den Kern von ABR:

-die neue Strategie zielt nicht primär auf Knochen und Skelettmuskeln, sondern auf die glatte Muskulatur, Membrane, Faszien, auf das pneumatische Skelett.

-die neue manuelle Technik basiert sich auf quasi-statische Prinzipien.

Heute ist ABR eine höchst wirkungsvolle Rehabilitationsmethode, die imstande ist, Stufe nach Stufe, eine strukturelle und funktionelle Wiederherstellung einzuleiten.

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